Policy Campaigning
Digitale Souveränität, von der Debatte in die Beschaffung
Kunde
Ecosia · Tutao · Mastodon · Meister
Policy Campaigning

01
Ausgangslage
Ecosia, Tutao, Mastodon und Meister sind vier europäische Tech-Unternehmen mit demselben strukturellen Problem: In Politik und öffentlicher Verwaltung dominieren US-Konzerne die digitale Infrastruktur. Europäische Alternativen für Suche, Kommunikation, soziale Netzwerke und Produktivität gibt es längst. Sie sind funktional und verfügbar, werden aber kaum eingesetzt. Was fehlt, ist nicht die Technik, sondern die Entscheidung zum Wechsel.
Das Kommunikationsproblem war so groß wie das politische. Wenn Technologieunternehmen öffentlich fordern, dass Behörden ihre Produkte einsetzen, klingt das nach Sales. Die eigentliche Botschaft musste deshalb größer sein als die vier Unternehmen dahinter: digitale Souveränität als demokratische und sicherheitspolitische Notwendigkeit.
02
Ansatz
Wir haben die Kampagne in zwei Phasen angelegt: zuerst öffentliche Mobilisierung, dann ein geschlossenes Format mit den Entscheidern.
Phase 1: Kampagne. Unter dem Claim #OneClickAway haben wir eine pointierte Social-Media-Kampagne gestartet. Die Kernaussage: Digitale Souveränität ist keine Utopie. Europäische Alternativen existieren, sie funktionieren, und der Wechsel ist einen Klick entfernt. Die Kampagne erreichte ein Publikum weit über die übliche Policy-Bubble hinaus und gewann Unterstützung aus dem Europäischen Parlament, etwa von der Abgeordneten Alexandra Geese und Axel Voss. Die politische Glaubwürdigkeit kam aus echten Stimmen, nicht aus Pressemitteilungen.
Phase 2: Sovereign Tech Table. Darauf haben wir aufgebaut und den Sovereign Tech Table in Berlin organisiert, eine Veranstaltung auf Einladung. Rund 40 CIOs und IT-Verantwortliche aus Politik und Verwaltung diskutierten mit den beteiligten Unternehmen, wie digitale Souveränität in konkreten Beschaffungsentscheidungen aussehen kann. Kein Lobbytreffen, sondern ein Arbeitsformat zwischen Entscheidern beider Seiten.
03
Ergebnis
Die Kampagne hat ein breit diskutiertes Thema dorthin gebracht, wo es entschieden wird: in Politik und Verwaltung. Die öffentliche Phase trug digitale Souveränität bis ins Europäische Parlament, der Sovereign Tech Table brachte rund 40 Entscheider mit den Unternehmen an einen Tisch, um konkret zu klären, was die Umsetzung wirklich braucht. Diesen direkten Zugang zu den Menschen, die am Ende über die IT-Beschaffung bestimmen, hätte Medienarbeit allein nicht hergestellt.
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